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Nahaufnahme blauer fünfblättriger Blüten mit weißen bis gelben Zentren und rosavioletten Knospen

Stauden und zweijährige Blütenpflanzen

Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica), blau

Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) bildet zierliche blaue Frühlingsblüten mit hellem Auge. Es eignet sich für halbschattige Beete, Gehölzränder und Gefäße mit gleichmäßig frischer Erde.

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Kategorie: Stauden und zweijährige Blütenpflanzen · Art.-Nr.: MYO-SYL-BLAU

Produktdetails

Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) bringt im Frühling lockere Blütenstände mit zahlreichen himmelblauen, fünfzähligen Blüten hervor. Das helle bis gelbe Blütenauge und die rosavioletten Knospen setzen feine Farbakzente.

Die kompakt bis locker wachsende Pflanze fühlt sich an halbschattigen, kühlen Plätzen besonders wohl. Sie passt an Gehölzränder, in naturnahe Beete und in saisonal bepflanzte Gefäße. Ein humoser, durchlässiger Boden sollte gleichmäßig frisch bleiben, ohne zu vernässen.

Wald-Vergissmeinnicht ist meist zweijährig oder kurzlebig ausdauernd. Es versamt sich an geeigneten Stellen häufig selbst und kann so über mehrere Jahre im Garten erscheinen. Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert unerwünschte Selbstaussaat; einige Samenstände können für die natürliche Vermehrung stehen bleiben.

Polisi Pflanzenwissen

Pflege & Haltung

Das Wichtigste zuerst – danach finden Sie alle Details übersichtlich nach Themen geordnet.

Botanischer NameMyosotis sylvatica Hoffm., Familie Boraginaceae
01

Wasser & Gießen

Bei einem empfohlenen Topf mit 10–12 cm Durchmesser etwa 150–250 ml langsam gießen, sobald die obersten 1–2 cm Erde trocken sind. Im Frühling und während der Blüte je nach Wetter meist zwei- bis viermal pro Woche prüfen und bedarfsgerecht gießen; im Herbst seltener und im Winter nur an frostfreien Tagen bei deutlich trockener Erde. Vor jedem Gießen die Feuchte mit dem Finger kontrollieren und überschüssiges Wasser ablaufen lassen, da Staunässe Wurzelfäule begünstigt.

02

Licht

Heller Halbschatten ist ideal; milde Morgen- oder Abendsonne wird gut vertragen. An ausreichend feuchten Standorten ist auch Sonne möglich, während heiße Mittagssonne Blüten und Erde rasch austrocknen lässt.

03

Standort

Geeignet für kühle Gehölzränder, halbschattige Beete, Bauerngärten, naturnahe Pflanzungen sowie Balkonkästen und Schalen. Ein luftiger, vor starker Hitze geschützter Platz verlängert die Blüte.

04

Temperatur

Bestes Wachstum bei etwa 8–18 °C. Die Pflanze verträgt kühle Frühlingstemperaturen und leichten Frost; anhaltende Hitze über etwa 25 °C verkürzt meist die Blüte.

Grundlage

Boden & Versorgung

Luftfeuchtigkeit

Normale Außenluft mit etwa 40–70 % relativer Feuchte ist geeignet. Gute Luftbewegung und Gießen direkt auf die Erde reduzieren dauerhaft nasse Blätter und damit Pilzkrankheiten.

Erde

Humose, lockere und gleichmäßig frische, aber gut drainierte Erde verwenden. Geeignet ist hochwertige Pflanz- oder Staudenerde, bei schweren Böden mit Kompost und grobem Sand oder feinem Splitt verbessert; günstig ist ein schwach saurer bis neutraler pH-Wert von etwa 6,0–7,0.

Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf ist gering bis mittel. Eine ausgewogene Versorgung mit mäßig Stickstoff und ausreichend Kalium unterstützt kompakten Wuchs und Blütenbildung; zu viel Stickstoff fördert weiches Laub zulasten der Blüte.

Düngung

Im Beet reicht bei der Pflanzung meist eine dünne Kompostgabe. In Gefäßen von März bis Juni alle drei bis vier Wochen einen ausgewogenen Flüssigdünger für Blühpflanzen mit der halben Herstellerdosierung über die feuchte Erde geben. Nicht überdüngen und nach der Hauptblüte nicht mehr regelmäßig düngen.

Pflanzung

Im Frühjahr oder Frühherbst in gelockerten, mit etwas Kompost verbesserten Boden pflanzen. Den Wurzelballen vorher wässern, anschließend auf gleicher Höhe wie im Kulturtopf einsetzen, Erde andrücken und gründlich angießen.

Pflanzabstand

Für geschlossene Gruppen 20–25 cm Pflanzabstand einhalten, entsprechend etwa 12–16 Pflanzen pro Quadratmeter. In Gefäßen genügend Abstand für Luftbewegung und gleichmäßige Entwicklung lassen.

Jahreslauf

Blüte & Saisonpflege

Blütezeit

Hauptblüte in Österreich gewöhnlich von April bis Juni, je nach Witterung auch etwas früher oder länger. Regelmäßiges Ausputzen kann die Blühdauer verlängern.

Schnitt

Verblühte Blütenstände regelmäßig knapp über dem Laub abschneiden, um ein gepflegtes Erscheinungsbild und weitere Knospen zu fördern. Für Selbstaussaat einige Samenstände ausreifen lassen; abgestorbene Pflanzenteile bodennah entfernen.

Umtopfen

Bei saisonaler Kultur ist meist kein Umtopfen nötig. Bei stark durchwurzeltem Ballen vor der Blüte in ein Gefäß mit Abzugslöchern umsetzen, das 2–4 cm größer ist, und frische, durchlässige Erde verwenden.

Überwinterung

Ausgepflanzte Exemplare in gut drainiertem Boden benötigen meist keinen Schutz. Empfohlene Gefäße im Winter windgeschützt aufstellen, mit Vlies oder Jute umhüllen und an frostfreien Tagen die Bodenfeuchte prüfen; dauerhaft nasses Substrat vermeiden.

Winterhärte

In durchlässigem Gartenboden in Österreich gewöhnlich winterhart, ungefähr entsprechend USDA-Zonen 5–8 beziehungsweise kurzzeitig bis etwa −20 °C. Winternässe und starke Kahlfröste können kurzlebige Pflanzen dennoch schädigen.

Steckbrief

Wuchs & Herkunft

Lebenszyklus

Meist zweijährig bis kurzlebig ausdauernd: Im ersten Jahr entsteht eine Blattrosette, im folgenden Frühjahr die Blüte. Selbstaussaat kann den Bestand erhalten; im Handel wird die Art auch saisonal wie eine einjährige Pflanze verwendet.

Wuchsgröße

Je nach Standort etwa 15–30 cm hoch und 15–25 cm breit; der Wuchs ist rosettig bis locker buschig mit aufrechten, verzweigten Blütenstielen.

Topfgröße / Verkaufsgröße

Empfehlung: Für eine Einzelpflanze einen Topf mit mindestens 10–12 cm Durchmesser und Abzugslöchern verwenden; für dauerhaftere Gruppen sind Gefäße ab 20 cm Tiefe günstiger. Das auf dem Foto gezeigte Motiv lässt keinen Topf erkennen.

Herkunft

Die Wildart ist in weiten Teilen Europas heimisch und reicht in ihrer natürlichen Verbreitung bis in das westliche Asien. Sie wächst bevorzugt in lichten Wäldern, an Säumen und auf frischen Wiesen.

Vermehrung

Am zuverlässigsten durch Aussaat vermehren. Samen von Juni bis August flach auf feuchte Aussaaterde streuen, nur dünn bedecken und bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten; die Jungpflanzen blühen gewöhnlich im folgenden Frühjahr. Auch Selbstaussaat ist häufig.

Gut zu wissen

Gesund & sicher

Verträglichkeit

Nicht als Lebensmittel verwenden. Für Vergissmeinnicht liegen nur begrenzte Sicherheitsdaten vor; vorsorglich sollten Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Bei Aufnahme größerer Mengen oder Beschwerden eine Giftinformationszentrale beziehungsweise tierärztliche Praxis kontaktieren.

Typische Probleme

Bei zu nassem Boden drohen Wurzelfäule und Grauschimmel, bei dichter oder schlecht belüfteter Kultur auch Echter Mehltau. Schnecken können junge Blätter anfressen, gelegentlich treten Blattläuse auf. Gleichmäßige Feuchte, gute Drainage, ausreichender Abstand und das Entfernen befallener Teile wirken vorbeugend.

Hinweis: Standort, Jahreszeit, Topfgröße und Wetter können den tatsächlichen Pflegebedarf verändern.

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