Charmanter Frühlingsblüher mit zahlreichen himmelblauen, fünfzähligen Blüten und gelb-weißem Auge. Ideal für halbschattige Beete, Gehölzränder, naturnahe Pflanzungen und Frühlingsgefäße.
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Das Wald-Vergissmeinnicht bildet lockere, reich verzweigte Blütenstände mit kleinen himmelblauen Blüten, hellem Schlundring und gelber Mitte; rosaviolette Knospen sorgen für zusätzliche Farbakzente. Die sichtbaren Blütenmerkmale passen sehr gut zu Myosotis sylvatica, eine konkrete Sorte lässt sich aus dem Foto jedoch nicht zuverlässig ableiten. Die kompakte bis locker buschige Pflanze bevorzugt humose, gleichmäßig frische Böden und gedeiht besonders schön im lichten Halbschatten. Sie eignet sich als Begleiter für Tulpen, Narzissen, Primeln, Farne und früh austreibende Stauden. Wald-Vergissmeinnicht ist meist zweijährig bis kurzlebig, erhält sich an passenden Standorten aber häufig durch Selbstaussaat.
Polisi Pflanzenwissen
Pflege & Haltung
Das Wichtigste zuerst – danach finden Sie alle Details übersichtlich nach Themen geordnet.
Botanischer NameMyosotis sylvatica
01
Wasser & Gießen
Nach dem Pflanzen einmal gründlich angießen, bis der Wurzelraum vollständig feucht ist. Danach bedarfsabhängig gießen, sobald die obersten 1–2 cm Erde antrocknen; im Frühjahr meist ein- bis zweimal pro Woche, bei Wärme oder im Topf entsprechend häufiger. Im Winter nur an frostfreien Tagen bei deutlich trockenem Boden sparsam wässern. Gleichmäßig frisch halten, aber Staunässe unbedingt vermeiden.
02
Licht
Heller Halbschatten bis milde Sonne; Morgen- oder Abendsonne ist ideal. In voller Sonne nur bei zuverlässig frischem Boden, tiefen Schatten wegen schwächerer Blüte vermeiden.
03
Standort
Geeignet für Beet, Gehölzrand, naturnahe Pflanzungen, Balkonkästen und Frühlingsschalen. Ein luftiger, vor heißer Mittagssonne geschützter Platz fördert kompakten Wuchs und lange Blüte.
04
Temperatur
Optimales Wachstum bei etwa 8–20 °C; etablierte Pflanzen vertragen winterlichen Frost, während Topfkulturen vor starkem Durchfrieren und austrocknendem Wind geschützt werden sollten.
Grundlage
Boden & Versorgung
Luftfeuchtigkeit
Normale Außenluftfeuchte ist ausreichend; leicht feuchte, luftige Lagen sind günstig. Dauerhaft nasse Blätter und schlechte Luftzirkulation können Pilzkrankheiten fördern.
Erde
Humose, lockere und nährstoffmäßig mäßig versorgte Erde mit guter Drainage, die Feuchtigkeit halten kann. Geeignet ist Gartenboden mit Kompostanteil oder hochwertige torfreduzierte Pflanzerde; ideal ist ein schwach saurer bis neutraler pH-Wert von etwa 6–7.
Nährstoffbedarf
Geringer bis mäßiger Nährstoffbedarf; eine ausgewogene Versorgung mit Stickstoff, Phosphor und Kalium genügt. Zu viel Stickstoff erzeugt weichen Blattwuchs, vermindert die Blütenfülle und erhöht die Krankheitsanfälligkeit.
Düngung
Im Beet im zeitigen Frühjahr eine dünne Kompostgabe oder organischen Langzeitdünger nach Herstellerangabe einarbeiten. Im Topf von März bis Mai alle 3–4 Wochen einen flüssigen Blühpflanzendünger in halber Dosierung geben. Nicht überdüngen und nach der Hauptblüte nicht mehr gezielt düngen.
Pflanzung
Von März bis Mai oder September bis Oktober auf gleicher Höhe wie im Kulturtopf pflanzen, Wurzelballen gut durchfeuchten, Erde andrücken und gründlich angießen. Für Gefäße ein Abzugsloch und eine dünne Drainageschicht vorsehen.
Pflanzabstand
Etwa 15–20 cm Pflanzabstand einhalten, entsprechend rund 25–35 Pflanzen pro m² für eine rasch geschlossene Frühlingsfläche.
Jahreslauf
Blüte & Saisonpflege
Blütezeit
Hauptblüte von April bis Juni, bei kühlem Wetter und regelmäßigem Ausputzen teils länger. Die kleinen fünfzähligen Blüten öffnen sich meist aus rosavioletten Knospen und werden überwiegend klar blau mit hellem Auge.
Schnitt
Verblühte Stängel bodennah abschneiden, wenn Selbstaussaat unerwünscht ist. Für natürliche Bestände einige Samenstände ausreifen lassen. Welke oder kranke Pflanzenteile regelmäßig entfernen.
Umtopfen
Topfpflanzen im Frühjahr oder nach der Blüte in ein Gefäß mit Abzugslöchern umsetzen, sobald der Ballen stark durchwurzelt ist. Einen nur 2–4 cm größeren Topf und frische, strukturstabile Pflanzerde verwenden; anschließend gründlich angießen.
Überwinterung
Im Beet abgestorbene Pflanzenteile als leichten Schutz belassen und erst im Spätwinter entfernen; schwere Böden vor Winternässe schützen. Töpfe an eine geschützte Hauswand stellen, mit Vlies oder Jute umwickeln und an frostfreien Tagen mäßig gießen. Eine warme Innenraumüberwinterung ist ungeeignet.
Winterhärte
In Österreich im ausgepflanzten Zustand gut winterhart, ungefähr bis −20 °C, je nach Standort auch darunter. Winternässe und wiederholtes Durchfrieren kleiner Gefäße sind problematischer als trockene Kälte.
Steckbrief
Wuchs & Herkunft
Lebenszyklus
Zweijährig bis kurzlebig ausdauernd: Im ersten Jahr entsteht meist die Blattrosette, im folgenden Frühjahr die Hauptblüte. Durch Selbstaussaat kann sich der Bestand über viele Jahre erhalten.
Wuchsgröße
Meist 20–35 cm hoch und etwa 15–25 cm breit; an nährstoffreichen, feuchten Standorten kann der Blütenstand etwas höher werden.
Topfgröße / Verkaufsgröße
Empfohlene Verkaufsgröße: Kulturtopf 9–12 cm; der Topf ist auf dem Foto nicht sichtbar
Herkunft
Heimisch beziehungsweise natürlich verbreitet in weiten Teilen Europas, einschließlich Österreich, sowie in Teilen Westasiens; typischer Bewohner lichter Wälder, Waldsäume und frischer Wiesen.
Vermehrung
Am einfachsten durch Aussaat von Mai bis Juli; Samen nur dünn mit Erde bedecken und gleichmäßig feucht halten. Selbstaussaat ist häufig. Kräftige Pflanzen können außerdem nach der Blüte vorsichtig geteilt werden.
Gut zu wissen
Gesund & sicher
Verträglichkeit
Nicht als klassische stark giftige Zierpflanze eingestuft, jedoch nicht zum Verzehr anbieten: Vergissmeinnicht-Arten können unerwünschte Pyrrolizidinalkaloide enthalten. Größere Aufnahmemengen durch Kinder oder Haustiere vermeiden; bei auffälligen Beschwerden ärztlichen beziehungsweise tierärztlichen Rat einholen.
Typische Probleme
Typische Probleme sind Mehltau, Grauschimmel und Blattflecken bei dichter, feuchter Kultur sowie Blattläuse und gelegentlich Schneckenfraß. Gelbe Blätter können auf Staunässe, verdichteten Boden oder Nährstoffüberschuss hinweisen; schwache Blüte entsteht häufig durch tiefen Schatten, Trockenstress oder zu stickstoffreiche Düngung.
Hinweis: Standort, Jahreszeit, Topfgröße und Wetter können den tatsächlichen Pflegebedarf verändern.