Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) bildet im Frühling lockere Büschel aus kleinen, himmelblauen Blüten mit hellem Auge. Es eignet sich für halbschattige Beete, Gehölzränder und ausreichend große Pflanzgefäße mit gleichmäßig feuchter Erde.
Abholung im Gartencenter — gratisBotendienst Wien & UmlandBeratung: +43 1 486 21 09
Heute bestellt — Abholung meist noch am selben Tag möglich (Mo–Sa 8–18, So 9–16 Uhr).
Frische Blumen & Pflanzen: eigener Botendienst in Wien und bis 25 km ins Umland. Haltbare Artikel versenden wir österreichweit mit der Post. Details & PLZ-Check
Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) bringt von April bis Juni zahlreiche fünfzählige, blaue Blüten hervor. Die anfangs oft rosafarbenen Knospen öffnen sich zu flachen Blüten mit weißem bis gelbem Zentrum.
Die kompakt bis locker aufrecht wachsende Pflanze passt gut an Gehölzränder, in naturnahe Frühlingsbeete und in Pflanzgefäße. Ein heller, halbschattiger Platz mit humoser, durchlässiger und gleichmäßig feuchter Erde unterstützt eine lange Blüte. Sonnige Standorte sind möglich, sofern der Boden nicht austrocknet.
Myosotis sylvatica ist meist zweijährig oder kurzlebig ausdauernd und erhält sich an passenden Standorten häufig durch Selbstaussaat. Wer eine unkontrollierte Aussaat vermeiden möchte, entfernt die verblühten Blütenstände rechtzeitig vor der Samenreife. Eine bestimmte Kultursorte ist anhand des sichtbaren Blütenmotivs nicht belegbar; die Pflanze wird daher auf Artebene geführt.
Polisi Pflanzenwissen
Pflege & Haltung
Das Wichtigste zuerst – danach finden Sie alle Details übersichtlich nach Themen geordnet.
Botanischer NameMyosotis sylvatica
01
Wasser & Gießen
Im 10–12-cm-Topf je nach Trockenheit etwa 150–250 ml gründlich gießen, bis der Wurzelballen gleichmäßig feucht ist; überschüssiges Wasser muss ablaufen. Im Beet bei trockener Witterung etwa 5–10 l/m² geben. Von März bis Juni meist ein- bis dreimal wöchentlich prüfen, bei Hitze täglich; erst gießen, wenn sich die obersten 1–2 cm Erde leicht trocken anfühlen. Im Herbst und Winter Topfpflanzen alle 7–14 Tage kontrollieren und nur bei abtrocknendem Ballen gießen. Dauerhafte Nässe, Untersetzerwasser und Staunässe vermeiden.
02
Licht
Heller Halbschatten ist ideal. Morgen- oder Abendsonne wird gut vertragen; volle Sonne eignet sich nur bei kühlem Standort und zuverlässig feuchter Erde. Tiefer Schatten vermindert Blütenfülle und stabilen Wuchs.
03
Standort
Geeignet für halbschattige Frühlingsbeete, Gehölzränder, naturnahe Pflanzungen, Balkonkästen und Töpfe im Freien. Ein luftiger, vor heißer Mittagssonne geschützter Platz beugt Trockenstress und Pilzkrankheiten vor.
04
Temperatur
Während Wachstum und Blüte sind etwa 8–18 °C günstig. Etablierte Pflanzen vertragen Frost, während frisch gekaufte, vorgetriebene Exemplare vor starken Spätfrösten geschützt und schrittweise an Außenbedingungen gewöhnt werden sollten.
Grundlage
Boden & Versorgung
Luftfeuchtigkeit
Normale Außenluftfeuchte ist ausreichend. Der Boden soll gleichmäßig feucht bleiben, die Blätter sollten jedoch gut abtrocknen können; dauerhaft stehende, feuchte Luft fördert Mehltau und andere Blattkrankheiten.
Erde
Humose, nährstoffreiche und dennoch gut durchlässige Erde verwenden. Geeignet ist hochwertige Pflanz- oder Blumenerde, bei schweren Böden mit Kompost und grobem Sand oder feinem Splitt verbessert. Ein schwach saurer bis neutraler pH-Wert von ungefähr 6,0–7,0 ist passend.
Nährstoffbedarf
Der Nährstoffbedarf ist mäßig. Eine ausgeglichene Versorgung mit Stickstoff, Phosphor und Kalium fördert Blattentwicklung, Wurzeln und Blüte; zu viel Stickstoff verursacht weichen, lagernden Wuchs und kann die Blütenbildung verringern.
Düngung
Im Beet im Frühjahr etwa 1–2 l reifen Kompost pro m² oberflächlich einarbeiten. Topfpflanzen von März bis Juni alle 3–4 Wochen mit einem ausgewogenen Flüssigdünger für Blühpflanzen in halber Herstellerdosierung versorgen. Nach der Hauptblüte und im Winter nicht düngen; niemals auf völlig trockenen Wurzelballen düngen.
Pflanzung
Im Frühjahr nach dem Abhärten oder im frühen Herbst pflanzen. Den Wurzelballen vor dem Setzen gut durchfeuchten, das Pflanzloch etwa doppelt so breit ausheben und die Pflanze auf derselben Höhe wie im Kulturtopf einsetzen. Erde andrücken und anschließend gründlich angießen.
Pflanzabstand
Ein Pflanzabstand von 15–20 cm bietet ausreichend Luftbewegung und ergibt nach dem Einwachsen einen geschlossenen Bestand. In Gefäßen nicht zu dicht mit stark wachsenden Partnerpflanzen kombinieren.
Jahreslauf
Blüte & Saisonpflege
Blütezeit
Die Hauptblüte liegt meist zwischen April und Juni. Bei kühlem Wetter, gleichmäßiger Feuchtigkeit und regelmäßigem Ausputzen kann sie länger anhalten; Hitze und Trockenheit verkürzen die Blüte.
Schnitt
Verwelkte Blütenstände regelmäßig knapp über einem Blattpaar abschneiden, um die Blüte zu verlängern und unerwünschte Selbstaussaat zu begrenzen. Nach der Hauptblüte können erschöpfte Triebe bodennah entfernt werden; gesundes Rosettenlaub stehen lassen.
Umtopfen
Umtopfen, wenn der Wurzelballen den Kulturtopf dicht ausfüllt oder die Erde sehr rasch austrocknet. Ein Gefäß mit Abzugslöchern wählen, das im Durchmesser etwa 2–3 cm größer ist, frische durchlässige Erde verwenden und danach gründlich angießen.
Überwinterung
Ausgepflanzte Pflanzen im Freien überwintern und den Boden nur bei längerem Kahlfrost leicht mit Laub oder Reisig schützen. Töpfe an eine geschützte Hauswand stellen, isolieren und an frostfreien Tagen mäßig gießen. Nicht warm im Wohnraum überwintern.
Winterhärte
Myosotis sylvatica ist in Mitteleuropa grundsätzlich winterhart und verträgt ausgepflanzt ungefähr −20 °C, abhängig von Standort, Bodenfeuchte und Schneedecke. Topfkulturen sind frostempfindlicher; das Gefäß isolieren und vor wiederholtem Durchfrieren sowie winterlicher Staunässe schützen.
Steckbrief
Wuchs & Herkunft
Lebenszyklus
Meist zweijährig oder kurzlebig ausdauernd, im Verkauf häufig wie eine saisonale Frühlingspflanze verwendet. Im ersten Jahr entsteht überwiegend eine Blattrosette, im folgenden Frühjahr die Blüte; Selbstaussaat kann den Bestand erhalten.
Wuchsgröße
Je nach Standort erreicht die Art gewöhnlich etwa 15–30 cm Höhe und 15–25 cm Breite. Während der Blüte wächst sie locker aufrecht bis leicht überhängend.
Topfgröße / Verkaufsgröße
Empfohlen wird für eine Einzelpflanze ein Topf mit mindestens 10–12 cm Durchmesser und Abzugslöchern. Für Gruppenpflanzungen sind Gefäße ab etwa 20 cm Durchmesser und 18 cm Tiefe empfehlenswert, damit die Erde gleichmäßiger feucht bleibt.
Herkunft
Die Art stammt aus Europa und Westasien und wächst dort vor allem in lichten Wäldern, an Gehölzrändern und auf frischen, humosen Standorten.
Vermehrung
Vermehrung durch Aussaat von Mai bis Juli. Die feinen Samen nur dünn mit Substrat bedecken, gleichmäßig feucht halten und nach der Keimung pikieren. Selbstaussaat ist häufig; für kontrollierte Bestände nur ausgewählte Samenstände ausreifen lassen.
Gut zu wissen
Gesund & sicher
Verträglichkeit
Nicht als Lebensmittel verwenden. Vergissmeinnicht können Pflanzenstoffe enthalten, die bei Aufnahme größerer Mengen gesundheitlich problematisch sein können; Kinder und Haustiere sollten daher nicht davon essen. Bei einer erheblichen Aufnahme vorsorglich eine Giftinformationszentrale beziehungsweise tierärztliche Praxis kontaktieren.
Typische Probleme
Bei Trockenheit welken Blätter und Blüten rasch, während Staunässe Wurzelfäule verursacht. Schnecken können junge Triebe schädigen; außerdem sind Blattläuse sowie Echter oder Falscher Mehltau möglich. Ausreichender Pflanzabstand, bodennahes Gießen und gute Drainage wirken vorbeugend.
Hinweis: Standort, Jahreszeit, Topfgröße und Wetter können den tatsächlichen Pflegebedarf verändern.